70 tote Links

Was uns schlechte Organisation gekostet hat

Im Oktober haben wir unsere Webseiten durchsucht. Alle zehn. Über 1.000 Seiten.

Das Ergebnis: 70 tote Links.

Links, die ins Leere führten. Auf Ratgeber, die es so nicht mehr gab. Auf eine alte Domain, die an einem Werkzeug hing, das wir längst gekündigt hatten.

Jeder dieser Links war ein Leser, der klickt – und nirgends ankommt.

Unordnung kostet. Nur merkt man es nicht sofort.

Im Laden hätten wir so etwas nie durchgehen lassen. Da hatte jede Ware ihren Platz, jede Rechnung ihren Ordner, jeder Schlüssel seinen Haken. Sonst funktioniert ein Geschäft mit mehreren Filialen nicht.

Online haben wir genau das vernachlässigt. Hier eine Seite, da ein Tool, dort noch ein Zugang. Über die Jahre haben wir viele Werkzeuge ausprobiert und bezahlt – und einige davon nie richtig genutzt.

Das Problem: Unordnung tut nicht sofort weh. Sie kostet jeden Tag ein paar Minuten. Ein Zugang, den man sucht. Ein Bild, das man nicht findet. Ein Link, von dem man nicht mehr weiß, wo er überall steht.

Ein paar Minuten am Tag – das sind übers Jahr gerechnet ganze Arbeitswochen. Und es nimmt einem die Lust.

Was wir heute anders machen

1. Ein Ort, feste Namen.

Jede Woche hat bei uns einen eigenen Ordner. Darin liegen immer dieselben Dinge: Texte, Bilder, Planung. Die Dateien heißen immer gleich aufgebaut – mit Woche und Thema im Namen. Und alle Zugänge liegen in einem Passwort-Manager (wir nutzen LastPass): ein Hauptpasswort, fertig. Wir suchen nichts mehr.

2. Weniger Werkzeuge.

Jedes neue Tool verspricht, alles leichter zu machen. Meistens macht es alles komplizierter. Heute gilt bei uns: Ein Werkzeug kommt erst dazu, wenn wir es wirklich brauchen.

3. Feste Blöcke statt Dauerfeuer.

Erst bauen, dann veröffentlichen, dann auswerten. Nicht alles gleichzeitig. Unsere Woche hat einen festen Ablauf – und vieles läuft danach von selbst.

4. Einmal pro Woche auf die Zahlen schauen.

Wer klickt? Wer trägt sich ein? Wer kauft? Wir haben das lange nicht gemacht. Ein Beispiel: Bei unserer ersten großen Empfehlungs-Aktion haben wir viel Zeit in Posts und E-Mails gesteckt. Verkauft haben wir nichts – und hinterher konnten wir nicht einmal sagen, welcher Kanal überhaupt Klicks gebracht hat. Daraus haben wir gelernt: Heute haben unsere Partnerlinks eine Kennung pro Kanal. So sehen wir, ob ein Klick aus der E-Mail, vom Blog oder von Instagram kommt – und wissen, was wir verbessern müssen.

5. Die KI als Mitarbeiterin – nicht als Chefin.

Wir lassen uns heute viel von KI helfen: Texte vorbereiten, Ideen sortieren, Termine einplanen. Aber entscheiden tun wir. Und die KI kann nur mit dem arbeiten, was ordentlich abgelegt ist.

Und du?

Wenn du gerade online startest: Fang nicht mit dem fünften Tool an. Fang mit Ordnung an. Ein Ordner, ein E-Mail-Postfach, ein Ort für deine Zugänge. Das ist unspektakulär. Aber es ist das Fundament.

Genau so ist auch der VIP Affiliate Club 6.0 von Ralf Schmitz aufgebaut, den wir selbst nutzen. Nach dem Mindset kommt direkt die Organisation – mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die wenigen Werkzeuge, die man wirklich braucht. Erst danach geht es an Webseite, E-Mails und Social Media.

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Heike & Stephan

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